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Orchester > KonzertAnkuendigung
Hier finden sich die Termine, an denen das Orchester der Technischen Universität Braunschweig live zu erleben ist.

Das Programm im Wintersemester 2022/2023:

Die beste aller Welten

oder ein optimistisches Sinfoniekonzert


Termine

Samstag, 4. Februar 2023, 20 Uhr (1. Semesterabschlusskonzert)

Sonntag, 5. Februar 2023, 17 Uhr (2. Semesterabschlusskonzert)

Dienstag, 7. Februar 2023, 20 Uhr (3. Semesterabschlusskonzert)

Audimax der Technischen Universität Braunschweig, Universitätsplatz 3 (ehemals Pockelsstraße 15), 38106 Braunschweig


Eintritt frei!

über Einlasskarten, die jeweils 1 Stunde von Konzertbeginn ausgegeben werden

Das Missgeschick der einzelnen bringt das allgemeine Wohl hervor,
so dass je mehr Missgeschick der einzelne hat, das Ganze nur desto besser dasteht.
Voltaire, Candide



Sind die Erlebnisse Candides aus Voltaires gleichnamiger Satire Missgeschicke, die zum Wohl eines Ganzen beitragen? Die Ouvertüre zur Vertonung des Stoffs von Leonard Bernstein kommt immerhin schmissig daher - ganz dem Untertitel folgend: "Candide ou l'optimisme", auf deutsch: "Candide oder die beste aller Welten".

Setzen sich Einzelschicksale aus Flucht (Fuga), Vertreibung und Exil zu etwas zusammen, das im großen Ganzen wieder Sinn ergibt?

War der finnische Bürgerkrieg von 1919, vor dessen Hintergrund Leevi Madetoja seine 2. Sinfonie komponierte, ein ebensolches "Missgeschick"?

Das Programm

Leonard Bernstein: Ouvertüre zu Candide (1956)

Henning Bundies: Fuga. Konzert für Kamantsche, Streicher, Bassposaune und Schlagwerk (2019) Uraufführung

Leevi Madetoja: 2. Symphonie op. 35 (1916-18) Deutsche Erstaufführung


Mitwirkende

Misagh Joolaee (Kamantsche)

Orchester der Technischen Universität Braunschweig

Leitung: Markus Lüdke



Förderer

Wir danken folgenden Partnern für die freundliche Unterstützung:

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Misagh Joolaee

Der Solist

Geboren 1983 in Mashhad, aufgewachsen in der nordiranischen Provinz Mazandaran, begann Misagh Joolaee im Alter von acht Jahren, Geige zu spielen. Innerhalb von 5 Jahren vollendete er das Erlernen des persisch-klassischen Repertoires „Radif“. Mit 13 gewann er den Fadjr-Musikwettbewerb in Iran. Weiterhin lernte er bei diversen iranischen Meistern Setar, Tar und besonders intensiv Kamancheh. Anschließend folgte eine Ausbildung am Klavier sowie an der Geige in Europäischer klassischer Musik.

Seine musikalische Laufbahn zeichnet sich durch eine große Vielseitigkeit in der Zusammenarbeit mit Musikern unterschiedlicher Stilrichtungen aus. So gründete er im Jahr 2009 das Ensemble „AAVAAN“, mit dem er seine eigenen Kompositionen aufführte und den Wettbewerb „Creole – Globale Musik“ im Jahr 2010 in Deutschland gewann.

Im Jahr 2011 lernte er den türkischen Baglama-Meister Levent Özdemir kennen. Die beiden Virtuosen führen hauptsächlich Eigenkompositionen auf. Weiterhin gründete er zusammen mit bedeutenden spanischen Musikern aus Andalusien im Jahr 2015 das Flamenco-persische Ensemble „Chachipen“. Darüber hinaus musiziert er seit 2019 regelmäßig mit dem bekannten deutschen Perkussionisten Sebastian Flaig. Ebenfalls im Jahr 2020 begann die Zusammenarbeit mit der namhaften Pianistin Schaghajegh Nosrati, mit der er im übrigen seit 2015 verheiratet ist.

Auch die solistische Arbeit bildet einen Schwerpunkt seiner musikalischen Betätigungen. So trat er unter anderem im Jahr 2014 als Kamancheh-Solist bei der Aufführung der 5. Sinfonie von Awet Terterjan mit dem Staatsorchester Braunschweig in der Stadthalle Braunschweig auf. Weiterhin wurde er eingeladen, im Herbst 2021 ein zeitgenössisches Werk der Komponistin Aftab Darvishi für Kamancheh, Duduk und Chor im Rahmen einer Holland-Tournee der Capella Amsterdam uraufzuführen. 2022 wirkte er bei der Uraufführung des Musik-Theaters Negar von Keyvan Chemirani in der Deutschen Oper Berlin als Kamancheh-Solist mit.

Zwischen 2011 und 2014 war Joolaee am Center for World Music, einer Fakultät der Universität Hildesheim, als Dozent tätig.

2020, 2021 und 2022 wurde Joolaee dreimal in Folge mit seinen bisher 3 veröffentlichten Alben „Ferne“, „Unknown Nearness“ und „Qanat“ mit dem renommierten Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Weitere Informationen unter: https://www.misaghjoolaee.com